CDU Stadtverband Alzey

Bürgermeister und CDU besuchen die AWS

Burkhard sagt Unterstützung beim Umbau des Alzeyer Kaufhauses zu

In nur 20 Jahren Firmengeschichte der AWS (Alzeyer Werkzeugmaschinen Service) sind aus ehemals drei Mitarbeitern 30 geworden. Heute klingt das ähnlich wie die Karriere des amerikanischen Tellerwäschers, der mit Fleiß, Ideen und Zielstrebigkeit ganz oben ankommt: Die beiden Alzeyer, Werner Braun und Gerd Stuber sowie der Gau-Odernheimer Hardy Schwank gründen aus der Not heraus im Jahr 1993 in Alzey, in der Volkerstraße die AWS. Und um auch hier beim Bild der Karriere von ganz unten zu bleiben: alles begann in einer alten Scheune...
„Gerne hätte ich die AWS schon in den Gründungsjahren kennen gelernt, dass das nicht so war, ist meiner Jugend geschuldet“, schmunzelte Bürgermeister Christoph Burkhard in Begleitung von Kandidaten und Rastmitgliedern der CDU für den Alzeyer Stadtrat beim Besuch der AWS in der Oberen Schanzenstraße. „Damals haben Sie mit zwei weiteren Kollegen und viel Mut in Alzey den Grundstein für ein heute deutschlandweit agierendes Unternehmen gelegt. Inzwischen arbeitet die AWS mit 30 hochqualifizierten Mitarbeitern und trägt den Namen unserer Stadt positiv hinaus“, freute sich Bürgermeister Burkhard bei seinem Firmenbesuch.
Geschäftsführer Werner Braun erläuterte eingangs die Entwicklung des Unternehmens. Alle drei Geschäftsführer der heutigen AWS waren zuvor in Hessen Führungskräfte bei einem japanischen Werkzeugmaschinen-Hersteller. Das Unternehmen entschied sich stärker zentral aufzustellen und schloss Servicefilialen. Das Bild, in der Schlange beim Arbeitsamt zu stehen, ließ Werner Braun, Gerd Stuber und Hardy Schwank nicht los und sie beschlossen: Wir machen das, was wir alle drei aus dem Effeff heraus kennen, Werkzeugmaschinen-Service - auf eigene Faust.
Die Scheune im Hinterhof der Familie Braun in der Volkerstraße wurde in Eigenleistung innerhalb weniger Monate umgebaut. Im Geschäft, mit Dienstleistungen an Werkzeugmaschinen gut eingeführt, waren die drei Techniker bald gefragt. Denn in der Branche, die in aller Regel rund um die Uhr arbeitet sprach sich schnell herum: Bei Problemen mit der Maschine kommen die auch nachts. Denn die teuren Werkzeugmaschinen – mittlerer Stückpreis 300.000 Euro -, werden im Sekundentakt abgerechnet. Stillstehende Maschinen erwirtschaften keinen Gewinn.
Rasch hatte die AWS einen guten Namen und bald konnten die drei Pioniere die Aufträge nicht mehr allein bewältigen. Nach nur wenigen Jahren platzte die AWS in der Volkerstaße aus allen Nähten man mietete sich zunächst als Untermieter in dem ehemaligen Böhmer-Anwesens in der Oberen Schanzenstraße ein, später erfolgte der Kauf des Objekts.
Aktuell beschäftigt die AWS, so die Ausführungen von Braun, 30 Mitarbeiter, Ingenieure, Meister, Elektrotechniker, Mechatroniker. Längst ist das Unternehmen nicht nur als Reparatur-Dienstleister aufgestellt, heute nehmen der Handel mit Ersatzteilen und der Verkauf von hochwertigem Maschinenzubehör die dominierende Rolle ein. Im vergangenen Jahr wurde der AWS die Übernahme eines Schweizer Maschinenherstellers, welcher in Thüringen agiert, angeboten. Die AWS griff zu und produziert seitdem so genannte Stangenlader, die als automatisierte Material-Zubringer vor Werkzeugmaschinen geschaltet werden. Zwischenzeitlich hat die AWS auch die Vertretung von Lube übernommen, einem renommierten Unternehmen, das hochwertige Zentralschmierungen für Werkzeugmaschinen herstellt.
Seit ein paar Jahren hat sich AWS mit dem Kauf des weiteren Böhmer-Anwesens, das in der Schanzenstraße früher eine Hydraulik-Firma beherbergte, für ein drittes Standbein gesorgt: Ein brasilianischer Werkzeugmaschinen-Hersteller hat dort seine Ausstellungsräume eingerichtet und AWS hat auch für dieses Unternehmen den Service übernommen.
Wie breit das Unternehmen aufgestellt ist, machen die Teilezahlen deutlich, die im Lager des Mittelständlers „schlummern“. Rund 10.000 Maschinen-Ersatzteile, von der einfachen Schraube bis zum hochwertigen Antriebsmotor oder der elektronischen Steuerung werde täglich aus aller Welt angefragt und AWS kann liefern.
„Ich bin beeindruckt von der Leistung dieses Unternehmens und wir werden alles tun, Sie in Alzey zu unterstützen“, sagte Bürgermeister Christoph Burkhard beim Rundgang durch die Räume. „Mittelständige Unternehmen wie die AWS haben nach dem Krieg Deutschland wieder auf die Beine gebracht, Arbeitsplätze geschaffen und den Städten dringende Gewebesteuereinnahmen beschert“, stellte Burkhard fest.
Nachdem die AWS-Gesellschafter vor wenigen Jahren das Alzeyer Kaufhaus erworben habe, wollte der Bürgermeister von Werner Braun wissen, was er in dem Gebäude für die Zukunft plant. „Wir haben unsere Pläne zunächst einmal auf Eis gelegt, nachdem in den Verhandlungen mit den Baubehörden für uns unüberwindliche Hürden aufgetaucht sind“, bedauerte Werner Braun.
„Sie haben in den zurückliegenden Jahren unglaublich viel erreicht, bei der Überwindung von Hürden beim Umbau des Alzeyer Kaufhauses werde ich Sie gerne unterstützen“, sagte Christoph Burkhard zu. Es sei selbstverständlich auch im Interesse der Stadt Alzey, dass die drei Geschosse des Kaufhauses wieder einer gewerblichen Verwendung zugeführt würden. Vermehrt sprächen mittlerweile nicht nur Unternehmen für das Industriegebiet, sondern auch für die Innenstadt bei ihm im Rathaus vor. „Lassen Sie uns vertrauensvoll und gemeinsam für die leerstehenden Räume eine Konzeption entwickeln, die Ihnen, der Stadt und den Bürgern dient“, regte der Bürgermeister an.