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22.01.2021, 09:20 Uhr
CDU hält Fortschreibung des Mobilitätskonzeptes noch nicht für sinnvoll
erst einmal die noch offenen Punkte abarbeiten
Zum Thema Radverkehr wurde Seitens der Fraktion Bündnis90/Die Grünen in der letzten Stadtratssitzung angeregt, das Mobilitätskonzept der Stadt fortzuschreiben. Das Konzept befasst sich mit der Ist-Situation aus verkehrsinfrastruktureller Sicht und zeigt Lösungswege/Maßnahmenvarianten für die Zukunft auf.

Dabei sind nicht einmal alle Punkte des aktuellen Konzeptes umgesetzt und welches Ziel verfolgt Bündnis90/die Grünen damit vielleicht wirklich?
Quelle: CDU
Das Mobilitätskonzept der Stadt Alzey zeigt viele Maßnahmenmöglichkeiten auf, um den Radverkehr zu fördern, die teilweise auch in den Anträgen aufgegriffen wurden.

Dieses Konzept ist erst 6 Jahre alt und in vielen Bereichen noch nicht einmal umgesetzt ist. Viele dieser – aus radverkehrlicher Sicht - noch nicht umgesetzten Punkte finden sich in den bisher eingereichten Anträgen der Parteien wieder, zumindest tendenziell.

Manche der noch ausstehenden Maßnahmenvorschläge wurden auch deshalb nicht umgesetzt, weil es von den Bürgern oder der Politik nicht befürwortet wird (z.B. Obermarkt aus Parkleitsystem nehmen, Parkgebühren deutlich erhöhen..).

Ein Umbau der Alzeyer Infrastruktur dahingehend, dass man das Auto auf längere Sicht aus der Stadt verbannt und durch reinen Rad- oder Fußgängerverkehr ersetzt, kann für Alzey nicht als Ziel gesehen werden.

Das ist auch in unserem ländlich geprägten Städtchen nicht durchsetzbar, da eben viele Menschen aus dem Umland in die Stadt kommen, weil z.B. der ÖPNV der Region nicht auf die Bedürfnisse aller Menschen ausgelegt sein kann.
Man kann Alzey mit seiner Infrastruktur nicht mit großen Städten vergleichen, in denen der ÖPNV ganz anders bedient werden kann und wo auch dauerhaft die Bürger die Busse und Bahnen dauerhaft und kosteneffizient auslasten - zumindest nicht mit dem aktuellen ÖPNV-Status.

Wenn es den Grünen bei ihrem Wunsch auf Fortschreibung des Konzeptes um das Ziel geht, Alzey über kurz oder lang zur autofreien Stadt umzubauen, dann wird es seitens der CDU kein „Ja“ geben, weil es an den Realitäten der Menschen, die hier und im Umland leben, vorbeigeht.

Wenn es aber darum geht, Alzey weiterhin fahrradfreundlicher zu gestalten, dann sind wir gemeinsam mit dabei, da es hier mit Sicherheit noch viel Potential zu heben gibt. Wie aus den im Stadtrat eingebrachten Anträgen erkennbar ist und die auch Punkt für Punkt diskutiert und dann ggf. umgesetzt werden können.

Die CDU sieht also keine Notwendigkeit, zeitnah oder im nächsten Jahr unbedingt eine Fortschreibung des Mobilitätskonzeptes für sehr viel Geld anzuschieben – und das in der momentan äußerst angespannten Haushaltslage - wenn dabei die bisher gültige Fassung noch nicht einmal ganz abgearbeitet wurde.

Dass die Fraktion der Grünen den Haushaltsplan 2021 komplett abgelehnt hat, nur weil darin die von ihnen abgelehnte Planung des Radwegs auf dem stillgelegten Stammgleis (hinter dem Bahnhof entlang des Gewerbegebietes Albiger Str. hin zum Industriegebiet Ost) enthalten ist, halten wir für den falschen Weg.
Dabei könte gerade dieser neue Radweg eine gute Chance für Alzey darstellen, den Radverkehr ohne Kollisionsrisiko mit dem Autoverkehr barrierefrei zu führen.
Mehr dazu hier:  cdu-alzey.de/index.php


Das aktuelle Mobilitätskonzept ist abrufbar unter www.alzey.de/de/leben/stadtentwicklung/mobilitaetskonzept.php