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13.01.2021, 10:26 Uhr
In der Region Radwege für den Alltag voranbringen
Antrag der CDU-Kreistagsfraktion angenommen: Erstellung eines Radverkehrskonzepts für gesamten Landkreis
Der Boom bei den Pedelecs (E-Bikes) hat dazu geführt, dass das Fahrrad auch im rheinhessischen Hügelland eine Alternative zum Auto darstellt.

„Früher kam das Fahrrad nur auf kurzen Strecken und somit lediglich als ein kleinerer Baustein für die Mobilitätswende und einen sinnvollen Verkehrsmix in Frage. Durch die zunehmende Verbreitung können mittlerweile Entfernungen von sieben bis zehn Kilometer in einer für Nutzer annehmbaren Zeit auch mit dem E-Bike zurückgelegt werden. Durch die Corona Pandemie wurde dieser Trend verstärkt. Daher gilt es diese Entwicklung zu fördern und zu unterstützen,“ so die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion Natalie Bauernschmitt.

Aus diesem Grund hat die CDU-Kreistagsfraktion im Dezember letzten Jahres einen Antrag eingebracht, der die Verwaltung auffordert, ein Radwegekonzept in Abstimmung mit den kreisangehörigen Kommunen zu erstellen.
Hierzu sollen auch externe Planungsbüros beauftragt werden. Die politische Koordination soll der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz übernehmen.
Quelle: CDU
Der Kreistag nahm diesen Antrag an und beschoss die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes für den Landkreis.

„Dem Elektromobilitätskonzept zufolge befinden sich ca. 40% der Wege im Landkreis in einer Entfernung zwischen 1,5 und 10 km, jedoch werden nur ca. 5% der Wege im Landkreis mit dem Fahrrad zurückgelegt. Bereits in diesem Elektromobilitätskonzept von 2018 wurde eine Radwegenetzanalyse vorgeschlagen,“ so Bauernschmitt weiter. Damit das Fahrrad im Alltag dauerhaft eine Alternative wird, benötige man ein einheitliches kreisweites Radverkehrskonzept.

„Die meisten Verbandsgemeinden im Landkreis arbeiten seit Jahren daran, Radwegenetze zur Verbindung ihrer Gemeinden untereinander zu planen und zu bauen. Oftmals enden diese Planungen an den Gebietsgrenzen, so dass es bisher kein einheitliches kreisweites Radwegenetz gibt, das vor allem die Wohnorte mit den Grund- und Mittelzentren verbindet“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Markus Conrad.

Schwerpunktmäßig wurden in der Vergangenheit die Radwege für den Tourismus und die Freizeitgestaltung geplant, nicht aber für alltägliche Nutzung. Daher sollte nach Ansicht der CDU der Landkreis die Koordination für die Radwegeplanung übernehmen.

Bei der Planung solle nach Ansicht von Natalie Bauernschmitt auch Wert darauf gelegt werden, dass das Radwegenetz mit dem ÖPNV verknüpft werde. Dazu würden beispielsweise sichere Fahrradabstellplätze an Bahnhöfen und zentralen Busbahnhöfen, Ladestationen zum Aufladen der Pedelecs oder Rad-Service-Stationen mit den gängigsten Werkzeugen zur Fahrradreparatur inklusive einer Luftstation gehören. Ohne die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel gelinge weder die Mobilitätswende noch werde ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Ein weiteres Thema sei es, dass Radwege ohne abzusteigen befahrbar sein müssten, weshalb bei der Einrichtung darauf zu achten sei, dass z.B. Bordsteine abgesenkt und auch sonstige Hindernisse „Fahrradgerecht“ gestaltet werden. „Auch die Mitnahme von Fahrrädern in Linienbussen müsse zukünftig möglich sein. Hier gilt es, die Infrastruktur weiter auszubauen, wenn ein Umstieg attraktiv werden soll. In den Zügen ist die Mitnahme schon recht gut gelöst“, meint Markus Conrad abschließend.