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13.04.2020, 21:25 Uhr
Corona: Merkel und Spahn mahnen weiterhin zu Disziplin und Vernunft
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben alle Bürger aufgerufen, die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise auch weiterhin einzuhalten. Merkel sagte, nach den neuesten Infektionszahlen in der Corona-Krise gebe es "Anlass zu vorsichtiger Hoffnung".
"Der Anstieg flacht sich leicht ab", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Weitere Verschärfungen der Einschränkungen seien derzeit nicht nötig. Merkel rief dazu auf, die verordneten Schutzmaßnahmen gegen Ansteckungen zu beachten und nicht leichtsinnig zu werden. "Wir dürfe uns nicht in Sicherheit wiegen", erklärte sie. Fürsorge durch Abstand sei weiterhin das oberste Gebot.
Spahn stellte eine schrittweise Rückkehr zur Normalität in Aussicht, sollte Deutschland konsequent alle Schutzmaßnahmen einhalten. Bei zunehmender Nachlässigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verlängerung der Auflagen nötig wird. „Ostern wird eine Weggabelung sein", so Spahn. Merkel sagte dazu, mögliche Lockerungen der Kontaktbeschränkungen seien nur in sehr begrenztem Ausmaß vorstellbar. "Wir müssen ganz, ganz vorsichtig vorgehen", sagte sie. Wenn, dann könne man "in kleinen Schritten" vorgehen und müsse immer wieder die Folgen beobachten. Das Ziel sei weiterhin, das Gesundheitssystem in keinem Punkt zu überfordern. Merkel machte deutlich, dass anstehende Entscheidungen über eine mögliche neue Phase "auf festem Grund" von Zahlen unter anderem zum Infektionsgeschehen zu treffen seien.

Die Einschränkungen in in den Alltag zeigen unterdessen Wirkung! Von den rund 110 000 Infizierten sind mehr als 50 000 wieder genesen. Die Zahl der Infizierten flacht ab. War der Anstieg an Neuinfektionen zuvor exponentiell, so ist er mittlerweile als linear zu bezeichnen. Darüber hinaus können bis zu 100 000 Tests am Tag durchgeführt werden. In den vergangenen Tagen wurde dies vermehrt in Pflegeeinrichtungen getan.

Zudem sind mehr als 10 000 Intensivbetten derzeit in Deutschland frei. Das entspricht einem Prozentsatz von 40% der verfügbaren Betten. Sechs von sieben Corona-Patienten werden zudem ambulant in Praxen behandelt. Wenige Länder verfügen über ähnlich viele Reha-Einrichtungen wie Deutschland. Das bringt Entlastung - vor allem in der Kurzzeitpflege.