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06.11.2019, 16:42 Uhr
Aus dem Stadtrat: Museumsanbau Steinhalle auf der Tiefgaragentreppe
In der vergangenen Stadtratssitzung am 04.11.19 wurde das Thema "Neubau Steinhalle mit Fahrgastunterstand" behandelt.

Entstanden durch den seit 1972 (!) bestehenden Wunsch des Museums, die zahlreichen wertvollen und in ihrem Fund teilweise einmaligen römischen Säulen angemessen präsentieren zu können und gleichzeitig auch einen barrierefreien Zugang für das Museum zu schaffen, beschäftigen sich Bauausschuss und Stadtrat nun seit ca. einem halben Jahr in mehreren öffentlichen Sitzungen mit diesem Thema.
Eigentlich deutlich zu kurz für ein derartig innenstadtprägendes Projekt, aber andererseits durch eine unvorhergesehene Finanzierungsmöglichkeit vorgegeben.
Die neue Steinhalle soll sich nicht etwa über das gesamte Parkdeck auf der Tiefgarage erstrecken, sondern den zur Zeit bestehenden Treppenaufgangsbereich sowie eine Parkplatzreihe beanspruchen.

Ging man anfänglich davon aus, dass man mit einer kleinen Bauvariante ins Rennen geht, änderte sich die Realisierungsmöglichkeit, als es eine sehr wahrscheinliche Zusage des Landes auf Fördergelder (85 %) aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der "Modellregion Barrierefreiheit" gab.
Hier allerdings gibt es enge Zeitvorgaben, innerhalb derer der Förderantrag gestellt werden muss.

Innerhalb der letzten Wochen wurde daher seitens des Architekturbüros eine größere Um-/Anbauvariante geplant, die folgende Punkte enthält:
* Abbruch des bestehenden Treppenturms des Museums
* Bau eines neuen, barrierefreien Treppenhauses mit Aufzug (von der ersten Ebene der Tiefgarage bis zum 2.OG des Museums) als Verbindungsglied zwischen Tiefgarage, Museum/Tourist Information und Steinhalle
* Bau eines barrierefreien Zugangs am Haupteingang des Museums
* Integration einer öffentlichen barrierefreien Toilette in den Neubau Steinhalle
* Die Bushaltestelle und der zurzeit sichtbare Lüftungsschacht der Tiefgarage sollen nach wie vor in dem Projekt Steinhalle integriert bleiben.

Der aus diesen Punkten seitens des Architekten entstandene Gebäudeentwurf wurde dem Bauauschuss am 24.10.19 erstmals präsentiert.
Ein äußerst modern daherkommendes Gebäude in Holzständerbauweise, dessen Oberfläche komplett aus Photovoltaikmodulen besteht und somit Strom produziert. Durch entstehende Spiegelungen von Himmel und Gebäuden soll es zu abwechslungsreichen Erscheinungen kommen.

Die Farbe der PV-Module muss nicht zwingend in Anthrazit gehalten sein, sondern ist in mehreren Farbvariationen wählbar - jedoch gegen Aufpreis.

Eine genaue Aussage zu den möglichen Kosten des Gebäudes konnte bisher nicht getroffen werden, belaufen sich aber voraussichtlich auf ca. 1,5 bis 2 Mio €.

Die Umgebung des Gebäudes ist durch Grünanlagen eingefasst und nach wie vor kann das Festzelt während des Winzerfestes auf der Tiefgarage gestellt werden.

Leider blieb der Stadt durch den Zeitdruck ein Architektenwettbewerb verwehrt und veranlasste viele zu schnellen Entscheidungen, so dass  - Stand heute - eine Beschränkung auf diesen einen Gebäudentwurf besteht, wenn die zugesagten Fördergelder fließen sollen.

Geschmäcker sind verschieden, so dass die Optik des Gebäudes sicherlich auf unterschiedliche Meinungen stößt. Auch innerhalb der CDU-Fraktion.

Gerade aus diesem Grund hätte sich die CDU natürlich auch eine breitere Diskussion und Mitnahme der Bürger gewünscht, da das Gebäude in der Innenstadt doch einen zentralen Platz einnehmen wird.
Eine frühzeitigere Veröffentlichung der Entwurfsskizzen wäre hier ebenfalls hilfreich gewesen, um eine entsprechend umfassende Diskussion - auch mit den Bürgern - zu ermöglichen. Dies blieb bisher durch den Zeitdruck allen verwehrt, was wir sehr bedauern.
Dennoch sollte die Stadtverwaltung zeitnah zu einer umfassenden Bürgerinfoveranstaltung einladen, um den Alzeyern das geplante Projekt darzulegen. Auch sollten dort möglichst alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen anwesend sein und sich der Diskussion mit den Bürgern stellen.

Nichts desto trotz bleibt festzuhalten, dass die wertvollen römischen Steinfunde seit den 70er Jahren provisorisch in einem separaten Hofraum des Burggrafiats untergebracht und der Öffentlichkeit oder interessierten Experten nur nach Absprache zugänglich sind.
Eine entsprechend angebrachte Präsentationsmöglichkeit und eine gleichzeitig barrierefreie Zugänglichkeit des kompletten Museumsgebäudes ist daher durch die nun bestehende Förderkulisse umsetzbar, muss sich aber eben an den engen Zeitrahmen halten.

Der Stadtrat hat der Entwurfsplanung grundsätzlich zugestimmt, so dass die Verwaltung nun den Förderantrag ausarbeitet, übertrug jedoch dem Bauauschuss die Möglichkeit, ggf. die Reißleine ziehen zu können, sollten die Kosten für die Stadt doch deutlich höher ausfallen.

Weitere Infos in der AZ unter: www.allgemeine-zeitung.de/lokales/alzey/alzey/stadtrat-stimmt-mit-bedenken-bau-der-neuen-steinhalle-zu_20641095
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